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Mandanten: eine Trennungsgrenze, die bei jeder Anfrage gilt

Ein Mandant ist eine Kundeneinheit mit eigenen, abgetrennten Daten. Identity & Access legt Mandanten an, führt ihren Lebenslauf und entscheidet bei jeder Anfrage, ob sie bedient werden.

Mit oder ohne Mandanten

Beim Zusammenbau legen Sie fest, ob Ihr System Mandanten hat. Ohne Mandanten gibt es eine einzige Datenbank – passend für Systeme mit einem Kunden. Mit Mandanten bekommt jeder Mandant eine eigene Datenbank, und jede Anfrage wird gegen ihren Mandanten geprüft.

Ein Mandant hat bewusst keine übergeordneten oder untergeordneten Mandanten. Jede Hierarchie würde Sicherheitsfragen aufwerfen: Gilt eine Sperre auch für die Töchter? Sieht die Mutter deren Daten? Für eine Holding mit Töchtern gibt es klare Lösungen: getrennte Mandanten, wenn die Daten getrennt bleiben sollen, oder ein Mandant mit Gruppen für gemeinsame Rollenbündel.

Statisch oder dynamisch

Ein statischer Mandant ist der Person fest am Konto zugeordnet. Einen dynamischen Mandanten führt Ihr Identity Provider als Organisation; eine Person kann Mitglied mehrerer Organisationen sein und in jeder eigene Rollen haben. Fachlich ist ein Kunde in beiden Fällen ein Kunde – die Art bestimmt nur, wie die Zugehörigkeit transportiert wird.

Jede Anfrage unter genau einem Mandanten

Bevor ein Modul eine Anfrage sieht, bestimmt CIAS den Mandanten. Ist die Lage nicht eindeutig, wird die Anfrage abgelehnt – es gibt keinen Standardmandanten, auf den CIAS zurückfällt. Keine Antwort ist besser als die Daten des falschen Kunden.

Danach prüft das Mandanten-Tor, ob der Mandant heute arbeiten darf: Er muss aktiv sein, und das aktuelle Datum muss in seinem Gültigkeitsfenster liegen. Ein unbekannter und ein gesperrter Mandant sehen von außen gleich aus. Auch Hintergrundarbeit wie Zeitgeber und Jobs läuft durch dasselbe Tor.

Ein nachvollziehbarer Lebenslauf

CIAS trennt die geschäftliche Stellung eines Mandanten von seiner technischen Einrichtung. So sieht „gesperrt wegen offener Rechnung“ nie aus wie „halb eingerichtet“.

  • Anlegen in Schritten: Absicht speichern, Datenbank einrichten, Ergebnis speichern. Scheitert die Einrichtung, bleibt ein erkennbar unfertiger Mandant, der sich erneut einrichten lässt.
  • Sperren und Entsperren für vorübergehende Unterbrechungen – Daten und Konten bleiben unverändert.
  • Schließen für das endgültige Ende. Löschen gibt es nicht.
  • Gültigkeitsfenster legt fest, ab wann und bis wann ein Mandant bedient wird.
  • Der Mandantenschlüssel wird einmal festgelegt und ändert sich nie; für Menschen gibt es einen Anzeigenamen.

Zwischen Mandanten wechseln

Wer Mitglied mehrerer Mandanten ist, wählt den Mandanten einer Anfrage aus und hat dort die Rollen seiner Mitgliedschaft. Ein Wechsel in einen Mandanten ohne eigene Mitgliedschaft ist nur mit einer eigenen Plattformrolle und nur in freigegebene Mandanten möglich. Nach jedem Wechsel prüft das Mandanten-Tor erneut – jetzt für das Ziel.

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