Ein Ablauf, mehrere Varianten
Es gibt keine getrennten Programme für jeden Weg. Alle Varianten nutzen denselben Ablauf und unterscheiden sich in ihrer Policy: wer den Vorgang auslösen darf, welche Felder Pflicht sind, woher der Mandant kommt, ob jemand freigeben muss und wie lange der Link gilt.
- Selbstregistrierung – eine Person registriert sich ohne Anmeldung und gründet typischerweise einen neuen Mandanten für ihre Firma.
- Einladung durch Mandanten-Administratoren – der Mandant kommt immer aus deren eigener Anmeldung, nie aus der Anfrage. Niemand lädt in einen fremden Mandanten ein.
- Anlage durch Plattform-Administratoren – etwa wenn der Support einen Zugang von Hand anlegt.
- Einlösen der Einladung – die eingeladene Person ergänzt offene Angaben und wird Mitglied.
Bestätigung, Freigabe, Bereitstellung
Ein neues Konto entsteht deaktiviert. CIAS verschickt eine eigene Mail mit einem Einmal-Link; erst der Klick beweist, dass die Adresse der Person gehört. Wo es verlangt ist, gibt danach ein Plattform-Administrator den Vorgang frei – etwa bevor durch eine Selbstregistrierung ein neuer Mandant entsteht.
Dann folgt die Bereitstellung in fester Reihenfolge: Startrollen bestimmen, Konto freischalten, Mandant anlegen oder zuordnen, Rollen vergeben, Willkommensmail. Scheitert ein Schritt, bleibt der Vorgang erkennbar stehen und lässt sich wiederholen. Das Passwort setzt die Person selbst beim Identity Provider – CIAS nimmt nie eines entgegen.
Die E-Mail ist das Konto
Registriert sich eine bereits bekannte Adresse, entsteht kein zweites Konto. Stattdessen bekommt die Person eine Einladung zum Beitritt; Passwort und Konto bleiben unberührt. Mitglied wird sie erst, wenn sie den Link selbst einlöst. Weder ein Formular noch eine Administratorin kann eine bekannte Person ohne ihr Zutun in einen Mandanten setzen.
Schutz der öffentlichen Formulare
Die Selbstregistrierung ist ohne Anmeldung erreichbar. Deshalb verrät sie so wenig wie möglich und ist gedrosselt:
- Die Antwort sagt nie, ob eine Adresse schon ein Konto hat. Was die Person wissen muss, steht in der Mail.
- Grenzen je Adresse und je Absender bremsen Massenanmeldungen und schützen Postfächer vor Mailfluten.
- Unbestätigte, nicht freigegebene und abgeschlossene Vorgänge werden nach einstellbaren Fristen verworfen bzw. entfernt.
- Das Formular baut sich aus der Feldbeschreibung des Servers auf, und der Server prüft gegen dieselbe Beschreibung.
Eigene Regeln, ohne den Kern anzufassen
Nur Adressen bestimmter Firmen zulassen, den Mandanten nach der Domain wählen, zusätzliche Angaben abfragen: Für projektspezifische Regeln gibt es Einhängepunkte. Sie können einen Vorgang verändern oder ablehnen. Wer nur reagieren will, etwa mit einem Eintrag in einem anderen System, hört auf die Ereignisse, die nach jedem Schritt folgen.